Welcome to Miami

Nach der ersten Nacht in Florida hier nun der erste kleine Bericht.

Am Freitag machten wir uns morgens um halb sechs auf den Weg nach Tegel. Unser Flug nach London war pünktlich, und trotz 1,5 h Umsteigezeit in London haben wir in Heathrow unseren Flug nach Miami genau zum Boarding erwischt. Auf der einen Seite sehr praktisch, weil man nicht doof rumwarten musste, auf der anderen Seite blöd für mich, weil ich noch nicht mal einen Blick in einen Duty Free Shop werfen konnte. Zum Glück haben wir auf dem Rückweg 3 Stunden Aufenthalt. 😉

Der Flug nach Miami (9 h) verlief unproblematisch, wobei es ausgerechnet über dem Bermuda-Dreieck ziemlich übel gewackelt hat. Wir saßen ganz hinten und hatten zwar eine Zweierreihe für uns, konnten aber die Sitze nicht nach hinten verstellen und waren von den Vorderfrauen ziemlich eingequetscht. Der Landeanflug war fantastisch, wir konnten sogar schon die Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe sehen.

Downtown Miami von oben

Nach der Landung standen wir über eine Stunde an der Immigration an, bei der man ja tatsächlich seine Fingerabdrücke abgeben und ein Bild von sich machen lassen muss. Unser Officer war ansonsten ganz nett und hat keine blöden Fragen gestellt. Frank fühlte sich wie ein Strafgefangener und Tina hatte schon Angst, dass ihm ein Spruch rausrutscht und er gar nicht einreisen darf. 😉

Die Koffer haben wir schnell gehabt, aber die Suche nach einem Taxi hat dann noch gedauert. Wie auch immer, zwei Stunden nach Ankunft waren wir dann doch auf dem Weg ins Hotel Hilton Miami Downtown (darunter machen es Metal-Kreuzfahrer nicht). Das Hotel ist klasse und wir haben eine tolle Aussicht aus dem 17. Stock.

Aussicht aus unserem Hotelzimmer

Nach einer schnellen Dusche machten wir uns dann auf in Richtung Bayside Market (einem Einkaufszentrum direkt am Wasser mit Restaurants, Bars und Livemusik), um so lange wie möglich aufzubleiben. Standesgemäß haben wir dann im Hard Rock Café gegessen und schon die ersten 70000 Tons-Mitfahrer gesichtet.

Um mit der Shoppingliste nicht in Verzug zu kommen, ging es danach noch in zwei Drogerien. Warum werden eigentlich Deos in verschlossenen Vitrinen aufbewahrt, Schlaftabletten sind aber frei zugänglich? Manche Dinge muss man nicht verstehen.

Soviel zum ersten Tag. Nun haben wir gerade gefrühstückt und machen uns gleich auf, um Fahrräder zu leihen und nach Miami Beach zu fahren.

Und jetzt der etwas amüsantere Beitrag von Frank. :-p

Land of the free! Here we come.

Tja, die Amis. Eine große Liebe zwischen mir und ihnen wird es wohl niemals geben. Nach 9 Stunden Flug und ohne lästige Besuche in Duty-Free-Shops ist das erste, was mir in Gottes eigenem Land auffällt, dass mein iPod noch im Flieger liegen muss. Meine erste Nah-Terroristen-Erfahrung hatte ich also folglich, als ich zurück ins Flugzeug wollte, um nach dem iPod zu suchen. Die Stewards waren nett, machten sich aber auch zeitgleich ganz schön ins Hemd, ob das in Ordnung geht, wenn ein Passagier zurück in den Flieger will. However, kurze Zeit später, den iPod wieder glücklich in der Hosentasche, stand die Immigration an. Im wahrsten Sinne: Anstehen. Jeder durfte sich erneut als mutmaßlicher Terrorist fühlen: Fingerabdrücke aller 10 Finger und ein Foto: „Keeping America’s doors open and our homeland secure!“. Fuck it! Wenn man dann auch noch beobachtet, wie sich die ganzen Mädels für dieses Verbrecherfoto hübsch machen, wird jedem mit Restverstand speiübel.

Ich konnte mich beherrschen und blieb nett. Auch wenn ich am liebsten gesagt hätte: „Wenn ihr verblödeten Arschlöcher nicht aus fingierten Gründen in der ganzen Welt Kriege führen und keine Märchen von Teppichmesserschwingenden Arabern erfinden würdet, könnte man sich den ganzen Scheiß hier sparen und vielleicht, ja, ganz sicher sogar, hätte euch Amis auch irgendwer da draußen auch wirklich lieb. Ich meine, so richtig lieb und nicht so, wie eine Hure euch lieb hat.“ Aber das sagte ich natürlich nicht, sondern nur, ob diese schönen Fotos auch alle ins Facebook kommen…

Ein wenig Groll regte sich in mir dann noch, als wir das Taxi zu organisieren versuchten, was an sich nicht so schwer wäre. Taxis hätten für uns gehalten – das war nicht das Problem. Aber seit Amerika nichts mehr herstellt und nur noch aus Sicherheitsbeamten und schlecht bezahlten Dienstleistern besteht, muss man warten. „Wait to be seated“ – auch am Taxistand. Mann.

drastische Strafen

Was ist das eigentlich für ein Volk? Alles, überall, muss man dem US-Amerikaner sagen. Wann er sich ein Taxi heranwinken kann, wann er sich an welchen Platz im Restaurant setzen darf. Und wenn es dann tatsächlich jemanden gibt, der bei Rot über die Straße geht, kann man sich sicher sein, dass ein Cop im Streifenwagen das Signalhorn anwirft und den Mann maßregelt. Dazu passen die ganzen Strafen, die auf Schildern erwähnt werden. 60 Tage Gefängnis für scheibenwischende Kleinunternehmer oder 150 $ Strafe für Rauchen im Hotelzimmer. Land of the brave and free?! Come on, seriously? Hauptsache, die Schlaftabletten gibt es auch ohne Rezept.

Sleep well, America, sleep well.

Ach ja, Spaß hatten wir trotzdem. Das Hard Rock Cafe war klasse. Logo, ich musste den US-TV-Serien-gerechten Hamburger verspachteln und Bud light trinken. DAS ist Amerika, wie ich es mag. 🙂

Wer es bis hierher geschafft hat, hier die Belohnung – ein kleines Filmchen. Viel Spaß! Demnächst gibt es auch wieder amtlichen Metal als Hintergrundmusik.

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~ von Tina - 2012/01/21.

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