Tag 3 – Grand Cayman

Am Mittwoch ankerten wir ab morgens vor Grand Cayman. Nach ewigem Schlange stehen (Grave Digger haben sich vorgedrängelt, die Säcke!) ging es per Tenderboot und bei strahlendem Sonnenschein nach Georgetown. Dort schlossen wir uns kurzerhand anderen Deutschen an, die anscheinend den Masterplan hatten, und fuhren mit dem Bus nach Hell. Dieses Fleckchen heißt so, weil angeblich ein englischer Pfarrer beim Vögelschießen vorbeigeschossen hatte und „Hell, I missed it“ gesagt hat. Was den Ort allerdings wirklich ganz interessant machte, waren die schroffen Steinformationen.

Von der Hölle ging es an den bekannten Seven Mile Beach, der wirklich sehr schön war und an dem wir den restlichen Nachmittag verbrachten. Der Strand wurde nach und nach immer schwärzer, und auch Bands wie Samael und My Dying Bride wurden gesichtet. Grand Cayman an sich ist aber extrem amerikanisch und touristisch und wird täglich von diversen tausenden Kreuzfahrern überflutet. San Andrés in Kolumbien hat uns da wesentlich besser gefallen.

Zurück an Bord machten wir noch ein Schläfchen, da wir ein großes Ziel hatten: Samael nachts um drei. Wir schauten auf der größten Bühne noch ein bisschen Stratovarius, die uns sehr gut gefallen hatten, und gingen danach gemütlich essen, wo wir mit lustigen Amerikanerinnen ins Gespräch kamen.

Dann ging es auch direkt zum zweiten Auftritt von Nightwish auf der Pool Stage, der wieder absolut großartig war. Es wurden zwei oder drei Songs neu in die bekannte Playlist eingefügt und die Band wurde erneut unglaublich abgefeiert.

Etwas später gaben wir uns noch 2 Stücke von My Dying Bride auf dem Pooldeck bei Nacht. Mein Gott, was der Sänger Aaron immer leidet bei seinen Songs! Vielleicht sollte er mal fröhliche Lieder schreiben, dann wäre das Leben auch für ihn schöner.

Danach gab es die legendäre Karaoke-Veranstaltung, wo nicht nur herzerweichend schlechte Auftritte zu bestaunen waren, sondern auch eine spontane Geigendarbietung eines Kolumbianers. Toll!

Und so schafften wir es mit viel „Red Kafka“ (Eine Cocktail-Erfindung eines unserer Tischgespräche: Red Bull, Kaffee und Wodka), dessen Einzelteile wir jedoch ungemixt zu uns nahmen, den Abend bis Samael zu überstehen. Und was war denn das für ein Blast!?! Ich habe noch keine Band jemals zugleich lauter, heavier, härter, energiegeladener und „raumschiffartiger“ daherbrettern gesehen als diese Jungs. Alter Schweizer! Was der Keyboarder und gleichzeitig Schlagzeuger (!) auf seinen Instrumenten herumprügelt oder wie der Duracell-Hase am Bass abzappelt: Unerreicht!

Das war uns dann aber doch angesichts des Koffein-Schocks irgendwann zu viel der Dröhnung und so sind wir, ohne Tankard noch einmal einen Besuch abzustatten, der Taubheit nahe in die Kabine zurück gewankt.

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~ von Tina - 2012/01/29.

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