Südliches Malawi Teil 2 – Zomba Plateau

Weiter ging es nach Zomba, der alten Kolonialhauptstadt, als hier noch die Briten über Nyassaland regierten. Es ist ein etwas in die Jahre gekommenes Kolonialstädtchen, zu Fuße des Zomba-Plateaus gelegen. An vielen Ecken findet man noch die alten Kolonialbauten, die aber leider mehr und mehr verfallen.

Eine günstige Unterkunft fanden wir für zwei Nächte in der Pakachere Backpackers Lodge, wo wir einen Acht-Personen-Dorm alleine für uns und die etlichen Moskitos hatten. Direkt nebenan war der alte Golfplatz mit sehr altem Baumbestand und großartigem Blick auf das Plateau.

Nach einem Spaziergang über den lokalen Markt stellten wir recht schnell fest, dass man in Zomba selbst nicht so viel sehen und machen kann und sind nachmittags dann noch kurzentschlossen die Serpentinen rauf aufs Plateau gefahren. Am Straßenrand kauften wir eine Menge frisch gepflückte Beeren und orientierten uns über die Ausflugmöglichkeiten im wunderschön gelegenen Ku Chawe Inn Sunbird Hotel. Mit der Karte des Plateaus bewaffnet, machten wir uns auf den Weg, die stetig holpriger werdende Schotterpiste auf dem Plateau zu bezwingen. Okay, Schotterpiste trifft es nicht ganz. Eher große, harte Felsen auf noch größeren harten Felsen – und das als Straße.

Wir kamen bis zu den Williams Falls, weiter wollten wir das unserem Fancy 4WD nicht zumuten. Hier konnten wir schön picknicken, die Kinder im Wasser herumtollen lassen und uns entspannen.

Abends waren wir unten in Zomba im Casa Rossa, einem echten italienischen Restaurant, essen. U.a. Krokodilspaghetti. Lecker. Wirklich eine Empfehlung!

Am folgenden Tag sind wir wieder aufs Plateau, weil wir vom Hotel aus die Jeepsafari einmal rund ums Plateau machen wollten. Sollte doch deren Auto kaputt gehen. Nach zwei Stunden Wartezeit, die wir mit Schachspielen, Shopping auf dem Markt vor dem Hotel und Kaffeetrinken verbrachten, ging es los. Erst zu einem natürlichen Stausee, in dem die letzten drei Menschen, die ihn in den letzten Jahren zum Baden benutzten, alle starben und von dem die Malawier jetzt annehmen, dass er verflucht ist, dann zu den schönsten Ausblicken runter nach Zomba bis hin zu einem ganz bösen, geheimnisvollen Loch. Hier wurden früher die Aussätzigen und Nervensägen hineingeworfen. Klar, alle tot und so. Also auch verflucht. Das Loch sei sehr tief – wie tief, kann keiner sagen. Der, der das vor etwa 14, 15 Jahren mal herausfinden wollte, kam mit einem 300 Meter langem Seil und ließ sich herabseilen. Als man das Seil wieder hochzog, war keiner mehr dran. Gewissheit: Voll dolle verflucht!!1!elf! Ein Fall für Terra X!

Insgesamt ist das Zomba Plateau landschaftlich sehr schön, ein Tipp für Wanderer (was wir aufgrund der Kinder eher nicht sind). Bucht am besten eine Jeepsafari, wenn ihr nicht laufen wollt, es sei denn, ihr habt nen Panzer!

Von den sehr großen Felsen durchgeschüttelt und ob der Kombination der Abhänge neben der Straße und dem rasanten Fahrstil des Jeepfahrers doch etwas verängstigt, war es Zeit, den Tag im Ku Chawe Inn mit einem Gin and Tonic Revue passieren zu lassen.

Nach einer weiteren moskitogeplagten Nacht im Pakachere ging es dann am nächsten Morgen Richtung Blantyre. Dazu mehr im nächsten Post.

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~ von Tina - 2013/11/10.

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